Kolumne: Das Altpapier am 26. April 2024: Porträt des Altpapier-Autoren Ralf Heimann 6 min
"Das Altpapier" ist eine tagesaktuelle Kolumne. Die Autorinnen und Autoren kommentieren im aktuellen Altpapier die wichtigsten Medienthemen des Tages. Bildrechte: MDR | MEDIEN360G
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Die "Zeit" schenkt Til Schweiger eine Imagepolitur. Gewaltvorwürfe bestreitet er. Und bei Menschen, die er zu humorlos findet, denkt er: Wenn ich den treffe, haue ich dem eine rein.

Fr 26.04.2024 13:05Uhr 05:50 min

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Kolumne: Das Altpapier am 26. April 2024 Wie schlagfertig ist Til Schweiger?

26. April 2024, 11:16 Uhr

Die "Zeit" schenkt Til Schweiger eine Imagepolitur. Gewaltvorwürfe bestreitet er. Und bei Menschen, die er zu humorlos findet, denkt er: Wenn ich den treffe, haue ich dem eine rein. Heute kommentiert Ralf Heimann die Medienberichterstattung.

Porträt des Altpapier Autoren Ralf Heimann
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Das Altpapier "Das Altpapier" ist eine tagesaktuelle Kolumne. Die Autorinnen und Autoren kommentieren und bewerten aus ihrer Sicht die aktuellen medienjournalistischen Themen.

Der beliebteste deutsche Beichtstuhl

Wenn man ziemlichen Mist gebaut hat, die Dinge wirklich nicht gut aussehen, und man alles gern noch mal aus der eigenen Perspektive erzählen möchte, ohne dass jemand allzu unangenehme Fragen stellt, dann geht man am besten zur "Zeit". Karl Theodor zu Guttenberg hat vor zwölf Jahren ein ganzes Buch zusammen mit "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo gemacht ("Vorerst gescheitert"), das flankiert von einem Interview in der Zeitung erschien und das di Lorenzo den Vorwurf einbrachte, er habe sich für eine Kampagne einspannen lassen.

Julian Reichelt ging vor zweieinhalb Jahren zur "Zeit", um mit Cathrin Gilbert ein verständnisvolles Gespräch über seinen Rauswurf bei "Bild" zu führen und sich dabei als Opfer der Umstände und der Medienberichte zu inszenieren (Altpapier). Jetzt war Til Schweiger da, ähnliches Anliegen, Cathrin Gilbert und Hanns-Bruno Kammertöns, die Schweiger schon kennt, hatten Zeit.

Lisa Kräher hat das am Mittwoch erschienene Interview kopfschüttelnd gelesen und für "Übermedien" darüber geschrieben. In ihrem Text nennt sie noch ein paar weitere Beispiele für solche Ariel-Interviews, in denen Menschen sich "nicht nur sauber" waschen, "sondern rein". Sie sind anscheinend nicht nur bei der "Zeit" möglich. Luke Mockridge hat neulich noch beim "Stern" eine Imagebehandlung bekommen. Aber die "Zeit" scheint dann doch eine besonders beliebte Schulter zum Anlehnen zu sein. Khuê Phạm lief vor einem knappen Jahr fürs "Zeit"-Magazin mit Kevin Spacey durch Baltimore. Lisa Kräher machte dazu bei "Übermedien" ein Quiz: "Schmonz-Roman oder 'Zeit Magazin'?"

Grundsätzlich muss man vielleicht erst einmal feststellen: Es ist nichts Schlimmes daran, wenn man als Medium mit Menschen spricht, denen etwas vorgeworfen wurde oder wird. Es ist im Journalismus ja sogar Teil der Sorgfaltspflicht, auch mit der beschuldigten Seite zu sprechen. Die Frage ist nur, wie und in welcher Form das geschieht.

Das Problem ist meistens: Damit diese Menschen überhaupt bereit sind, ein Interview zu führen, braucht es ein gewisses Vertrauen. Wenn Prominente schon ahnen, dass im Ergebnis nur die nächste Reihe an miesen Schlagzeilen stehen wird, werden sie sich in den meisten Fällen auf so ein Gespräch gar nicht einlassen. Die journalistische Schwierigkeit ist also, der Person gegenüber vertrauenswürdig zu erscheinen, die kritische Rolle aber gleichzeitig nicht aufzugeben.

Und an dieser Stelle geht oft einiges schief, denn die Nähe, die man braucht, um das Interview zu bekommen, entsteht oft erst, wenn man einen Kompromiss eingeht, in dessen Ergebnis oft wenig kritische Haltung übrigbleibt.

Immer das gleiche Muster

Die Form des Interviews selbst kann dafür schon ein erstes Indiz sein, denn anders als bei einem Porträt, behalten die Interviewten hier, zumindest in Deutschland, einen großen Teil der Kontrolle. Sie bekommen den kompletten Text vor der Veröffentlichung zur Autorisierung. Die ganz kritischen Stellen lassen sich also noch korrigieren, und wenn das Gespräch total in die Hose gegangen ist, kann man es an dieser Stelle immer noch zurückziehen.

Ob und wie ein Interview erscheint, ist am Ende immer Verhandlungssache. Die Interviewten sind hier in einer ganz guten Verhandlungsposition, denn wenn ein Text am Ende in den Papierkorb geschoben wird, ist das für die Journalistinnen und Journalisten meist ärgerlicher als für die interviewte Person. Sie haben viel investiert, vor allem Zeit, und die ist unter Umständen am Ende einfach verloren.

Das ist die Ausgangslage. Und so ergibt sich im ersten Teil des Til-Schweiger-Interviews eine Plauderei über Krankenhausbesuche, eine Wunde am Bein, es kommt schon zur Sprache, dass es die Vermutung gibt, der wahre Hintergrund sei eine Entziehungskur. Aber das ist alles harmlos.

Im zweiten Teil dann sieht Lisa Kräher

"ein Problem, das sich beim heiklen Thema Machtmissbrauch immer wieder zeigt. Vor allem im Format Interview, wenn eben nur die Seite des Beschuldigten zu Wort kommt. Und vor allem, wenn Journalisten nicht wirklich nachfragen und bestimmte Fakten nicht parat haben bzw. diese im Nachhinein nicht prüfen".

Schweiger erzählt unter anderem, wie man ihn davon abhalten müsse, nachts zu arbeiten; er hat eine Rolle im neuen Guy-Ritchie-Film, gleichzeitig behauptet er, nach dem Artikel im "Spiegel" habe er "quasi ein Berufsverbot" bekommen. Gilbert und Kammertöns "kommt es nicht in den Sinn, da etwas genauer nachzuhaken", schreibt Kräher.

Dass der "Spiegel" einfach die Absicht gehabt haben könnte, über Vorwürfe zu berichten, die andere erheben, kommt für Schweiger nicht als denkbare Möglichkeit in Frage. Er unterstellt das Motiv, "seine Karriere für immer zu beenden". Das ist aber einfach eine Vermutung, für die er außer seinem Gefühl keine Belege hat – wie auch nicht für die Behauptung, die "Süddeutsche Zeitung" habe letztlich nicht berichtet, weil man dort "kalte Füße bekommen" habe.

Möglicherweise hat das alles den gleichen Wahrheitsgehalt wie die Behauptung, die "Süddeutsche" habe ihm nur einen Tag für die Beantwortung eines langen Fragenkatalogs gegeben, die unter dem Text korrigiert ist, und für die Schweiger sich immerhin entschuldigt.

Das alles sind Fantastereien wie aus einem Til-Schweiger-Drehbuch für eine Mediensatire. Sie bleiben hier unterhinterfragt. Und je länger man über dieses Interview nachdenkt, desto irrsinniger kommt einem das alles vor.

Stichwort Irrsinn

Lisa Kräher beschreibt ein Kommunikationsmuster, das sie im Zusammenhang mit Machtmissbrauch an mehreren Stellen beobachtet hat. Es geht so: Auf unterschiedliche Vorwürfe von verschiedenen Seiten erklärt die beschuldigte Person eine bestimmte Situation und spielt diese dann herunter.

Hier geht es um den Vorwurf, Schweiger habe jemandem am Set ins Gesicht geschlagen. Er selbst nennt das einen "Klaps", und die Fantasie, aber die Fantasie, Menschen gegenüber gewalttätig zu werden, scheint in seiner Gedankenwelt so allgegenwärtig zu sein, dass er sogar ein eigenes Wort dafür hat: eine "Schelle".

Stichwort Irrsinn. Schweiger will den Vorwurf ausräumen, dass er am Set gewalttätig geworden sei, beschreibt aber an anderer Stelle in aller Ausführlichkeit, wie er in seiner Fantasie mit Menschen umgeht, die seinem Empfinden nach zu humorlos sind, und die, wenn jemand über sie Witze mache, gleich mit einem Anwalt um die Ecke kämen. Schweiger dagegen nimmt so etwas grundsätzlich mit Humor, und ein Treffen malt er sich gedanklich schon mal so aus, dass er ihnen dann gleich eine reinhaut, beziehungsweise, "dann kriegt der eine Fette Schelle". Man kann sich jetzt selbst fragen: Was ist besser?

Lisa Kräher schreibt, die "Zeit" hätte das rausstreichen müssen, denn so trage "sie zur Normalisierung einer solchen Sprache bei". Ich habe einen anderen Eindruck: Wenn die Absicht gewesen sein sollte, Schweiger die Gelegenheit zu geben, sich um Hitzkopf und Kragen zu reden, ist das an dieser Stelle ganz gut gelungen.

Hätte man hier in irgendeiner Weise eingegriffen, wäre der anscheinend ja falsche Eindruck entstanden, dass Schweigers Fantasien sich innerhalb eines Rahmen bewegen, den man noch normal nennen könnte. Anders gesagt: Dass es nicht ganz normal ist, zu denken, aus welchen Gründen auch immer: "Wenn ich den treffe, dann hau ich dem erst mal eine rein", das kommt hier schon deutlich raus. Den Rest kann man sich selbst denken.

Jan Böhmermann weiß natürlich, wie man die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Er hat via Instagram auf das Interview reagiert, wie der "Spiegel" hier dokumentiert. In dem Video sagt er:

"Frage ich mich natürlich schon: Gewaltverherrlichung? Aufruf zur Gewalt? Guckt da keiner drüber bei der 'Zeit' über die Interviews? Wer ist verantwortlich? Doch nicht der Typ, der das Interview gibt. Publizistische Verantwortung! Und die hat Giovanni di Lorenzo von der 'Zeit'!"

Und in Anspielung auf Schweigers Kopfkino sagt er:

"Man kann so etwas doch nicht einfach drucken! Wenn man das doch macht, dann kriegt man Schelle, Giovanni!"

Einen "Aufruf zur Gewalt" kann ich hier zwar nicht erkennen, aber die Frage, ob ein Interview das richtige Format ist, um sich mit jemandem auseinanderzusetzen, der dem Eindruck nach in seiner Rolle als Tatort-Kommissar Nick Tschiller festhängt, die könnte man hier schon stellen. Eine andere Frage ist: Warum passiert so etwas in Häufung der "Zeit"?

Es gibt natürlich auch "Spiegel"-Interviews, in denen man sich etwas kritischere Fragen gewünscht hätte, aber die erste Anlaufstelle für Menschen, die ein offenes Ohr suchen und hinter deren Rücken sich eine Wand befindet, scheint in Hamburg doch die Adresse Speersort 1 zu sein.

Autorisiertes Interview reicht nicht

Vielleicht hat das damit zu tun, dass man sich jedes Magazin wie einen Menschen vorstellen kann. Der "Spiegel" wäre dann so etwas wie die harte und bisweilen etwas krawallige Person, die einen, kaum steht der Kaffee auf dem Tisch, gleich ins Kreuzverhör nimmt. Die "Zeit" würde man sich einfühlsamer vorstellen, verständnisvoller und vielleicht nicht ganz so hart.

Das muss nicht zwingend schlecht sein, auch auf diese Weise geführte Gespräche können sehr erhellend sein, denn möglicherweise öffnet sich eine Person im zweiten Fall etwas mehr als in einer konfrontativen Auseinandersetzung. Nur braucht es dann vielleicht etwas mehr als ein autorisiertes Interview.

Ein Beispiel dafür, wie so ein Format aussehen könnte, steht ebenfalls in der aktuellen Ausgabe der "Zeit". Bernd Ulrich hat den früheren Staatssekretär Patrick Graichen porträtiert, der dem öffentlichen Eindruck nach das Heizungsgesetz verbockt hat und seinem Trauzeugen etwas zu sehr bei der Jobsuche half. Auch dieses Porträt ist nicht konfrontativ oder hart. Man könnte auch hier Belege dafür finden, dass das alles zu nett ist, aber der Text hat viele Zwischentöne. Er erwähnt die Kritik, stellt dem einen eigenen Eindruck gegenüber, auch die Bewertung von anderen Menschen. Und da ist dann doch immer noch so etwas wie Distanz. Das wird auch zum Schluss noch mal deutlich. Das Ende geht so:

"Noch ein Anruf bei Graichen: Ich schreibe jetzt das Porträt. Antwort: Muss das sein?!"


Altpapierkorb (Grimme-Preis, Tiktok, Arbeitsbedingungen, Schlichtungsstelle, Netzneutralität, Donald Trump, Sendeabwicklung)

+++ Heute Abend wird in Marl der Grimme-Preis verliehen, und eine bei SZ-Redaktionsschluss gestern noch offene Frage ist inzwischen beantwortet. Ehrenamtlicher kommissarischer Geschäftsführer des in die Krise geratenen Instituts wird ab dem 1. Mai Peter Wenzel, teilt das Grimme-Institut bei X mit (zuletzt hier im Altpapier). Wenzel ist bislang Mitglied der Gesellschafterversammlung. Harald Hordych beantwortet in seinem Text auf der SZ-Medienseite ("Krise mit Cliffhanger") allerdings eine weitere Frage, die bislang offen war. Sie lautet: Was wird aus dem "Grimme Online Award"? Antwort: Er wird in diesem Jahr "aus Kostengründen" nicht verliehen. Ob es ihn im nächsten Jahr wieder geben wird, sei noch nicht klar. Weiter offen ist auch, wer das Institut nach der Übergangszeit leiten wird. Hordych: "In der Ausschreibung auf der Webseite eines Personaldienstleisters zählt zu den Voraussetzungen ein 'erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium der Betriebswirtschaftslehre oder vergleichbarer Abschluss mit Bezug zum Aufgabenfeld'. Das dürfte die Lehre aus der finanziellen Krise sein."

+++ Sebastian Wellendorf hat im Deutschlandfunk-Medienmagazin "@mediasres" mit Simon Hurtz, einem der beiden Autoren des "Social-Media-Watchblog"-Newsletters, darüber gesprochen, wie es mit der Plattform nun weitergeht (Altpapier). Hurtz denkt nicht, dass der chinesische Eigentümer "ByteDance" das Netzwerk verkaufen wird. Passiert das nicht, wird es auf ein Verbot der App in den USA hinauslaufen. In dem Fall –das klang hier am Mittwoch schon an – wird das juristische Verfahren sich wohl hinziehen, möglicherweise über Jahre. Und falls es zu einem Verbot kommen sollte, wäre die Frage: Wie würde man es umsetzen? Verbannt man die App aus den Appstores, könnten alle, die sie auf ihrem Smartphone haben, Tiktok trotzdem weiter nutzen. Eine vollständige Blockade wiederum wäre ein sehr harter Einschnitt in die Internetfreiheit. Das Ganze ist auch Thema der neuen Ausgabe des Social-Media-Watchblog"-Newsetters. Titel: "6 Gedanken zum möglichen Tiktok-Verbot". Ein Gedanke ist: China hat sehr wohl Einfluss auf das Netzwerke nehmen, das zeigten zwei neue Recherchen. Und: Ein Verbot spiele Meta in die Hände.

+++ Dennis Bühler, einer der beiden Autoren der Analyse über Lokaljournalismus im Magazin "Die Republik", auf die Klaus Raab hier am Dienstag hingewiesen hat, hat mit dem Schweizer Medienmagazin "Edito" über Arbeitsbedingungen im Journalismus gesprochen. Sie ahnen das Ergebnis: Ist alles nicht so gut. Die Hauptgründe: zu hohe Arbeitslast, fehlende Führungskultur, schlechte Karriereperspektiven. Bühler: "Vieles wäre schon getan mit Wertschätzung. Da geht es um Zwischenmenschliches, um Lob, Mitarbeiteranlässe und auch mal ein Dankeswort nach dem Geschäftsergebnis, statt nur Boni für die Manager. Natürlich wäre auch ab und zu eine finanzielle Geste wichtig, etwa ein Teuerungsausgleich. Es geht übrigens nicht nur darum, Mitarbeitende zu halten, sondern auch darum, gute Leute zu gewinnen und sie dazu zu bringen, in den Journalismus einzusteigen oder nach der Ausbildung im Journalismus zu bleiben. Ansonsten findet die Branche nicht aus der Negativspirale heraus."

+++ Die gesetzliche Schlichtungsstelle von Verlegern und Sendern ist wahrscheinlich einer der ruhigsten Arbeitsplätze des Landes, denn seit einem halben Jahr tut sich da gar nichts, berichtet "epd Medien". Eigentlich sollten hier Meinungsverschiedenheiten über Angebote der Sender im Netz geklärt werden, aber seit 2018 ist das kein einziges Mal gelungen – und das wird es auch wohl nicht mehr. Der Zeitungsverlegerverband BDZV habe die Schlichtungsvereinbarung im September aufgekündigt, heißt es. Aktuell versuche man, eine neue Vereinbarung auszuhandeln.
Korrekturhinweis: Ursprünglich stand hier, seit 2018 sei keine einzige Klärung passiert. Richtig ist: Gespräche haben stattgefunden, aber es ist keine einzige Klärung gelungen. 

+++ Die USA haben wieder Regeln zur Netzneutralität, berichtet Tomas Rudl für "netzpolitik.org". Barack Obama hatte die Regeln während seiner Präsidentschaft eingeführt, Donald Trump schaffte sie wieder ab. Mal schauen, wie es demnächst weitergeht. Am 5. November sind ja wieder Wahlen. Und schon jetzt gebe es die Sorge, schreibt Rudl, dass neue Technologien die Möglichkeit schaffen könnten, bestimmte Dienste zu bevorzugen und so doch ein Zwei-Klassen-Internet zu schaffen.

+++ Auf der FAZ-Medienseite schreibt Nina Rehfeld über den Prozess gegen Donald Trump, in dem der frühere "Enquirer"-Chef David Pecker ausgesagt hat. Er bestätigte unter anderem, dass er vor der Wahl 2016 kritische Geschichten über Trump kaufen ließ, sie dann aber nicht veröffentlichte ("Catch and kill") – zum Beispiel eben im Fall der Pornodarstellerin Stormy Daniels, um die es in dem Prozess geht, beziehungsweise um Schweigegeldzahlungen an sie.

+++ Ebenfalls auf der FAZ-Medienseite kommentiert Axel Weidemann die Berichterstattung der amerikanischen Medien über Trump. Sie fielen zurück in alte Gewohnheiten und konzentrierten sich trotz der ernsten juristischen Vorwürfe vor allem auf unwichtige Details wie Trumps Erscheinungsbild und, überhaupt, auf seine Person.

+++ Bitte halten Sie sich fest: In den Logos von NDR und Radio Bremen im Fernsehprogramm entfällt ab sofort der Zusatz "HD", aber Entwarnung: Das Programm hat trotzdem technisch weiterhin die gleiche Qualität, meldet Timo Niemeier für DWDL. Das ist die Folge einer Kooperation der beiden Sender mit dem Altpapier-Host MDR, der ab sofort die Sendeabwicklung für die Anstalten übernimmt. Die Sendeabwicklung ist laut Niemeier "eine technische Einrichtung, die dafür sorgt, dass Sendungen im linearen Fernsehen reibungslos ausgestrahlt werden können". Und das macht sie so reibungslos, dass man von dieser Einrichtung bislang eigentlich noch nie etwas gehört hat. Jedenfalls ich nicht.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Das Altpapier am Montag schreibt René Martens.

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