Eiskunstlauf | Nebelhorn-Trophy

Lindemann mit starkem Comeback

Der Erfurter Eiskunstläufer Stefan Lindemann hat am Donnerstag nach zwei Jahren Verletzungspause ein beachtliches Comeback hingelegt. Zum Auftakt der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf belegte er im Kurzprogramm am Donnerstag Rang acht. Seine Chancen, für Deutschland ein Olympia-Ticket zu ergattern, stehen damit sehr gut. Die Entscheidung fällt am Freitag in der Kür.

Stefan Lindemann
Stefan Lindemann bei der Trophy am Donnerstag

"Ich war noch nie so gut in Form zu so einem frühen Zeitpunkt in der Saison", freute sich der 28-Jährige, der zur Filmmusik von "Die Firma" einen exzellenten dreifachen Axel hingelegt hatte. Lediglich beim Lutz wackelte er. In Führung liegt vor der finalen Kür am Freitag der zweimalige Weltmeister Stéphane Lambiel aus der Schweiz. Lindemann war wegen Beschwerden an der Achillessehne und langfristigen Leistenproblemen fast zwei komplette Winter ausgefallen. "Mein Ziel ist ganz klar Olympia. Ich wollte meine Karriere auf keinen Fall einfach so als Verletzter beenden", sagte der Thüringer zu seinem Comeback.

Wer darf nach Vancouver?

Bei der Nebelhorn-Trophy sind vor allem die Nationen stark vertreten, die noch keinen Olympia-Startplatz haben. Sie kämpfen um die letzten sechs Tickets. In der bereinigten Rangliste ist Lindemann Dritter. Sollte er den Startplatz tatsächlich erobern, muss er als Qualifikations-Norm bei zwei internationalen Wettbewerben 173 Punkte erlaufen. Sein Berliner Trainingskollege Peter Liebers wird allerdings ebenfalls versuchen, diese Marke zweimal zu erreichen.

Chemnitzer Paar ganz stark

Eine Fehlerfreie Leistung lieferten am Donnerstagabend die Paarlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy aus Chemnitz ab. Sie gewannen das Kurzprogramm und liegen mit 72,80 Punkten fastschon uneinholbar in Führung.

Zuletzt aktualisiert: 24. September 2009, 21:40 Uhr

 

 
 
 
 
 

 

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